Transhumanismus und Kryonik – scharf auf ewiges Leben?

Einfrieren – Auftauen – Weiterleben

160 Menschen haben sich bei der Firma Alcor bereits einfrieren lassen und weitere fast 1.000 Menschen haben per Vertrag diese Absicht angekündigt. Man legt dabei einen Auftautermin fest, nachdem man die Zusage erhalten hat, dass alles mögliche dazu unternommen wird, diese Unterfangen erfolgreich zu machen. Das kostet 200.000 Euro/all inclusive, oder 80.000 Euro, wenn man sich ’nur‘ den Kopf einfrieren läßt. Ob die tief-gefrorenen Menschen jemals wieder nahezu ohne Schäden aufgetaut werden können, ist noch ungewiss.

Die Maßnahmen, die bei der Kryonik angewandt werden, haben es schon in sich: Vor dem Einfrieren muss das Blut durch ein Frostschutzmittel ersetzt werden, da sich sonst Eiskristalle bilden würden, die die Blutgefäße und Organe zerstören würden. Nein – es funktioniert leider nicht mit einem Glykolwein-Vollrausch, wenn Sie das vielleicht in Betracht gezogen haben 😉

Hier eine interessante Talk-Runde, die dieses Thema diskutiert:

Auf die schnelle – krank durch Mikrowelle

Quelle: Zentrum der Gesundheit

Eine inzwischen zwanzig Jahre alte Studie, deren Veröffentlichung ein Schweizer Gericht verhinderte, stellt fest, dass Nahrung aus der Mikrowelle beunruhigende Veränderungen im menschlichen Blut verursacht. In weiteren Untersuchungen ergaben sich noch mehr Beweise dafür, dass Mikrowellenöfen ein großes Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen.

Exo-Skelett für Audi-Mitarbeiter

Quelle: Deutsche Wirtschaftsnachrichten

Mit Hilfe von Robot-Technologie versucht der Autohersteller Audi die Arbeit seiner Angestellten angenehmer und gesünder zu gestalten. Dabei kommt der „chairless chair“ zum Einsatz, welchen das schweizer Startup-Unternehmen Noonee entwickelt hat. Durch ein anschnallbares Exo-Skelett kann der Arbeiter wie auf einem Stuhl kraft- und leistungsschonend seiner stehenden Tätigkeit nachkommen.

Das Gerät ist ein hydraulisch angetriebener Stuhl, der Unterkörper-Unterstützung für Menschen bietet, die den ganzen Tag lang stehen müssen.

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Heilmittel gegen Alzheimer gefunden?

Stanford (USA) – Die neurodegenerative Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist für etwa 60 Prozent der weltweit etwa 24 Millionen Demenzerkrankungen verantwortlich. Alleine in Deutschland leiden etwa 700.000 der aktuell rund 1,3 Millionen Demenzerkrankten an Alzheimer. Jetzt scheint es so, als hätten US-Forscher einen Weg gefunden, die gefürchtete Krankheit durch Stärkung des körpereigenen Immunsystems nicht nur zu verhindern sondern auch zu heilen.

 

Wie der britische „Daily Telegraph“ berichtet, haben Wissenschaftler um die Neurologin Prof. Dr. Katrin Andreasson von der Stanford University School of Medicine entdeckt, dass Nervenzellen absterben, da Zellen – sogenannte Mikroglia – die eigentlich die Aufgabe haben, das Gehirn von Bakterien, Viren uns schädlichen Ablagerungen zu reinigen, diesen lebensnotwendigen Dienst irgendwann einstellen. Bei den Mikroglia-Zellen handelt es sich um eine Gruppe von Immuneffektorzellen des zentralen Nervensystems als Teil des zellulären Immunsystems. In jüngeren Jahren (Alzheimer bricht meist erst ab einem Alter von 65 Jahren aus) arbeiten diese Zellen für gewöhnlich einwandfrei, doch wenn wir altern, sorgt ein einziges Protein mit der Bezeichnung EP2 dafür, dass diese Mikroglia aufhören, derart effizient zu funktionieren.

Durch das Blockieren des EP2-Proteins ist es den Forschern nun gelungen, die Funktion dieser „Säuberungszellen“ nicht nur auch im Alter aufrechtzuerhalten, sondern sogar zu reaktivieren, wodurch diese die für die schädlichen Auswirkungen der Alzheimer-Krankheit verantwortlichen und die Nervenzellen schädigenden sog. Amyloid-beta-Aggregate wieder entsorgen können.

In Versuchen mit Mäusen gelang es den Wissenschaftlern dann sogar, durch die Blockade von EP2 den Erinnerungsverlust der Tiere mit einer Alzheimer-ähnlichen Krankheit wieder rückgängig zu machen.

Wie die Neurowissenschaftler aktuell im Fachjournal „Journal of Clinical Investigation“ (DOI: 10.1172/JCI77487) berichten, zeigen die Experimente, dass durch den Erhalt der Mikroglia-Zellen dem Erinnerungsverlust entgegengewirkt und das Hirn in einem physiologische gesunden Zustand gehalten werden kann.

„Die Aufgabe der Mirkoglia ist es eigentlich, fortwährend unser Gehirn von Amyloid-beta-Aggregaten (A-beta) zu reinigen und Entzündungen einzudämmen“, erläutert Andreasson. „Wenn sie nun aber diese Fähigkeit verlieren, geraten die Dinge außer Kontrolle. Es bilden sich immer mehr A-beta, lagern sich um Hirn ab und rufen giftige Entzündungen hervor.“

Während die Forscher bei Mäusen genetisch die Entstehung von EP2 verhinderten und damit nicht nur die Entstehung von Alzheimer verhinderten, sondern bereits erkrankte Tiere heilten und die negativen Auswirkungen Rückgängig machen konnten, suchen sie nun nach einem Weg, einen Wirkstoff zu entwickeln, der beim Menschen ausschließlich EP2 blockiert, um so die negativen Nebeneffekte aus den Mäuseversuchen ausschließen zu können.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de

Lebensverlängerung durch Gen-Aktivierung

Bern (Schweiz) – Forscher sind dem Ziel einer signifikanten Verlängerung der menschlichen Lebensdauer einen großen Schritt näher gekommen. Durch die Aktivierung eines Gens ist es Schweizer Wissenschaftlern gelungen, die Lebensdauer von Fruchtfliegen deutlich zu erhöhen. Das Ergebnis der Experimente weist auch auf Möglichkeiten hin, wie auch das Altern beim Menschen verlangsamt werden könnte.

 

Wie das Team unter der Leitung von Eduardo Moreno vom Institut für Zellbiologie an der Universität Bern aktuell im Fachjournal „Cell“ (DOI: 10.1016/j.cell.2014.12.017) berichtet, basiert die neue Methode zur Lebensverlängerung der Fruchtfliegen auf der gezielten Selektion der am besten funktionierenden Zellen: „Unsere Körper bestehen aus mehreren Billionen Zellen. Während wir altern, sammeln sich in ihnen aufgrund von Überbelastungen oder äußerer Störfaktoren, wie der UV-Strahlung der Sonne, immer mehr zufällige Defekte an.“

Diese Defekte treten jedoch nicht bei allen Zellen zur gleichen Zeit und mit der gleichen Intensität auf. Manche Zellen sind stärker davon betroffen als andere. Vor diesem Hintergrund wollten die Schweizer Forscher die Gesundheit des Zellgewebes und damit die Lebensdauer eines Organismus erhöhen, indem sie die gesunden Zellen auslesen und die beschädigten eliminieren.

Um ihre Hypothese zu testen, griffen die Wissenschaftler um Moreno auf die Fruchtfliege Drosophila melanogaster zurück. Die Forscher entdeckten sodann ein ein Gen, das in weniger gesunden Zellen aktiviert wird. Das sogenannte Azot-Gen (benannt nach Ahuizotl, einer Kreatur aus der aztekischen Mythologie, die Fischbestände von Gewässern schützt, indem sie gezielt Fischerboote attackiert), greift dieses Gen gezielt weniger gesunde Zellen an, um die Unversehrtheit und Gesundheit von Organen wie dem Hirn oder den Eingeweiden zu schützen.

Während sich normalerweise zwei Kopien dieses Gens in einer Zelle befinden, fügten die Wissenschaftler eine dritte Kopie hinzu und konnten so die gesünderen Zellen und Nervenzellen noch effizienter aussortieren. „Das Resultat dieser zellulären ‚Qualitätskontrolle‘ war äußerst aufregend“, so die Studienleiter Moreno und seine Kollegin Christa Rhiner: „Die behandelten Fliegen wiesen ein gesünderes Zellgewebe auf, alterten langsamer und hatten eine längere Lebensdauer.“ (…) Unsere Fliegen lebten im Mittel um 50 bis 60 Prozent länger als ihre übrigen Artgenossen.“

Tatsächlich, so sind die Forscher überzeugt, gehe das Potenzial dieser Resultate aber über die Erschaffung von „Methusalem-Fliegen“ hinaus, da das Azot-Gen auch im menschlichen Körper vorkommt. „Auch hier könnte die Selektion gesünderer, fitterer Zellen in den Organen künftig als Mechanismus zur Verlangsamung des Alterns dienen“, erläutern die Forscher abschließend. „Beispielsweise könnte damit der im Laufe des Lebens zunehmenden Degeneration von Gewebe und Nervenzellen in unseren Körpern entgegengewirkt werden.“

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de